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Malteser Herne

Aus Dortmund und Herne nach Rom: Malteser helfen bei Pilgerfahrt

Größte Wallfahrt für Menschen mit Behinderung geht zu Ende – Rührender Dank

21.11.2018
Cornelia Schulz und Susanne Stopka vom Malteser Hilfsdienst Herne
Die Pilgerinnen und Pilgern mit ihren Helferinnen und Helfern

Rom/Dortmund/Herne. 800 deutsche Pilger, darunter viele mit Behinderung sowie ihre Helfer, sind wieder aus Rom zurück. Dort waren sie eine Woche lang auf großer Pilgerfahrt mit den Maltesern im Vatikan und der italienischen Hauptstadt. Auch die Malteser Claudia Quaas und Thomas Renzel aus Dortmund sowie Cornelia Schulz und Susanne Stopka aus Herne halfen tatkräftig mit.

„Ich bin berührt und begeistert von dem gemeinsamen Gebet, von der Gemeinschaft. Die Heilige Messe mit Papst Franziskus zum Auftakt der Bischofssynode mit zehntausenden Menschen aus allen Ländern sowie die zahlreichen Gottesdienste haben uns wieder näher an das herangeführt, was wichtig ist im Leben: Vertrauen auf Gott und unseren Nächsten – über alle Hindernisse hinweg“, fasste Marion Freiin von Graes aus Paderborn ihre Eindrücke zusammen. Die stv. Diözesanleiterin der Malteser im Erzbistum Paderborn war als Busleiterin für die 36 Pilger aus dem Erzbistum Paderborn verantwortlich.

Unter den Pilgern waren Menschen wie Christian Kersting aus Finnentrop, 50, der von Geburt an eine Spastik hat. Von dieser sind seine Arme und Beine besonders betroffen und er ist auf den Rollstuhl angewiesen. Auch beim Essen und Trinken braucht er Unterstützung. Und doch machte er wie alle anderen auch das komplette 7-tägige Programm mit, das mitunter schon vor fünf Uhr morgens startete. Dabei unterstützten ihm neben seiner Mutter Ingrid abwechselnd mehrere Malteser Helfer wie Claudia Quaas und Thomas Renzel aus Dortmund sowie Cornelia Schulz und Susanne Stopka aus Herne.

„Es war eine Pilgerreise, die für Menschen mit Behinderung normalerweise kaum zu machen ist“, bilanziert Marion Freiin von Graes. „Aber unsere Helferinnen und Helfer haben ihnen Tag und Nacht zur Seite gestanden.“ Die 12. Malteser Wallfahrt nach Rom, die Menschen mit Behinderung eine Reise und einen Aufenthalt in der Ewigen Stadt überhaupt ermöglicht, stand unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heißen.“ Die Pilger erhielten nicht nur einen ebenerdigen Zugang in die Sixtinische Kapelle, der durch normalerweise verschlossene Räume des Apostolischen Palastes führte, sondern wurden in einem Konvoi aus 20 Bussen von der römischen Motorrad-Polizei vier Tage morgens und abends durch den Verkehr gelotst. Besonders herzlich war der Empfang auf dem Aventin: Hier begrüßte der Großmeister des Malteserordens, Fra' Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, die Wallfahrer auf dem Gelände der Magistralvilla.

Die mitgereisten Ärzte und Pfleger hatten keine größeren Probleme bei den Teilnehmern zwischen zwei und 98 Jahren zu behandeln. Untergebracht waren die Pilger 20 Kilometer außerhalb von Rom in einem von Salesianerinnen geführten Ordenshaus mit zum Teil behindertengerechten Unterkünften. Fast 2.800 Lunch-Pakete wurden für die Tagesausflüge von italienischen Ehrenamtlichen gefertigt und verpackt, morgens und abends ein Frühstück und ein Abendessen zubereitet. 

Ein rührendes Gedicht schenkte ein 61-jähriger Pilger mit Behinderung zum Abschluss seinen Helfern. Darin schreibt er: „Zum Glück gibt es euch, die helfenden Hände, die uns lieben und verstehen. Ohne euch hätte unser Leben Wände, und einsam müssten wir durchs Leben gehen. Ihr achtet unsere Würde und schenkt uns Geborgenheit in einer Welt, die fast leer ist von Liebe und Menschlichkeit."

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